Roadtrip: Von Wellington ans Cape Palliser Work and Travel in Neuseeland
Roadtrip: Von Wellington ans Cape Palliser Work and Travel in Neuseeland
Tutorial

Roadtrip: Von Wellington ans Cape Palliser

Entdecke den Südzipfel der Nordinsel auf unserer virtuellen Reisetour.

Von Wellington bis ans Cape Palliser sind es gerade mal 2 Stunden Fahrt, doch du wirst schnell merken, dass du in eine andere Welt versetzt wirst.

Und wenn du erst am Cape angekommen bist, im verschlafenen Fischerdörfchen Ngawi, könntest du fast meinen, die Zeit hätte stillgestanden. Lass dich verzaubern von einmaligen Landschaftsbildern, erlebe eine der größten Robbenkolonien der südlichen Hemisphere hautnah und teste deine Fitness beim Besteigen des Leuchtturms. Viel Spaß!

Intro

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Mein erster Eindruck

Das kleine Fischerdörfchen Ngawi am Fuße der Nordinsel hat es mir schon bei meinem ersten Besuch angetan. Auf der einen Seite die unendliche Weite des blauen Ozeans, auf der anderen steile Klippen, meterhohe Felswände und zerklüftete Bergketten.

Hier bist du wirklich am Ende der Welt angekommen, hier steht die Zeit noch still. Es gibt keine Tankstelle, keinen Einkaufswagen, keine Cafes oder Restaurants. Aber einen Golfplatz, mitten am Meer, und die nettesten und hilfreichsten Menschen, die man sich nur vorstellen kann.

Wir hatten das Pech, dass sich unser Auto genau an diesem Ende der Welt dazu entschied, zu streiken. Am ersten Weihnachtsfeiertag, keine Werkstatt weit und breit. Es dauerte aber nicht lange, bis die ersten Einheimischen anhielten und uns ihre Hilfe anboten.

Kurze Zeit später standen wir vor der Tür eines Mannes, den alle nur MacGyver nannten. Und tatsächlich, innerhalb weniger Stunden war unser Auto wieder fahrtüchtig.

Wow! Dafür bekommt er das Seal of Approval!

Wir bedankten uns mit einem Kasten Bier und konnten unsere Reise getrost fortsetzen. Was für ein Abenteuer!

- Mara Schneider

Step 1 - Der Roadtrip

Um zum Cape Palliser zu kommen, hast du zwei Möglichkeiten. Egal ob von Wellington aus oder vom Norden her, folge dem State Highway 2 bis Featherston und bieg dort auf den Highway 53 in Richtung Martinborough ab. Hier solltest du unbedingt auftanken und Proviant für mehrere Tage einkaufen, denn es ist so ziemlich die letzte Möglichkeit für die nächsten 70 Kilometer. Also unbedingt kaufen: Food, Food, Food!

Die Route

  • Step 1 Wellington 60 km - 1 Std
  • Step 2 Featherston 20 km - 15 min
  • Step 3 Martinborough 30 km - 30 min
  • Step 4 Pirinoa 35 km - 45 min
  • Step 5 Ngawi Geschafft!

Die Fahrt

Die gesamte Region östlich von Wellington heißt Wairarapa und ist vor allem für ihre erstklassigen Weine bekannt. Für Wellingtonians, wie die Einwohner der Hauptstadt oft genannt werden, ist das kleine Fleckchen Erde ein beliebtes Ausflugsziel am Wochenende und in den Ferien, um dem Großstadtdschungel zu entkommen.

Zunächst aber geht es durch die Rimutaka Ranges, die Wellington umgeben. Die bisweilen steilen Abhänge bieten atemberaubende Blicke auf die umliegende Landschaft, ehe es ab Martinborough durch Farmland und Weinanbaugebiete hindurch zum Cape geht.

User-Frage:
Brauche ich ein eigenes Auto für so einen kurzen Trip?
Antwort einblenden

Zwei Stunden Fahrt sind nicht gerade lang. Trotzdem lohnt sich ein eigenes Auto, denn die öffentliche Verkehsanbindung ist nicht sher gut und es locken jede Menge Abstecher und Abenteuer abseits der Hauptstraße.

Alternativ kannst du natürlich Trampen gehen, aber empfehlen möchten wir das für diesen Trip nicht.

Step 2 - Die Highlights

Die letzte halbe Stunde zum Cape scheint sich endlos in die Länge zu ziehen, ohne dass man vom Meer auch nur eine Spur zu Gesicht bekommt. Und dann, noch eine Kurve, und plötzlich bist du da. An guten Tagen kannst du vom Cape aus bis auf die Südinsel schauen.

Die einzige Siedlung am Cape ist das winzige Fischerdörfchen Ngawi. Die Gemeinde lebt von der Fischerei, was sich in den zahlreichen Fischkuttern widerspiegelt, die am Strand zu finden sind. Man munkelt, dass es in Ngawi mehr Bulldozer als Einwohner gibt, mit denen die Boote zu Wasser gelassen werden.

Unsere Highlights

Nach unserem Roadtrip sind uns unzählige besondere Momente im Gedächtnis geblieben. Gar nicht so einfach, daraus die besten auszuwählen. Trotzdem haben wir‘s versucht. Hier also unsere Top 5 Highlights:

  • Step 1 Klettertour aufs Cape Palliser Lighthouse Location - Kosten: Free
  • Step 2 Besuch der Seerobbenkolonie am Cape Location - Kosten: Free
  • Step 3 Weinverkostung in Martinborough Location - Kosten: Free
  • Step 4 Allradantrieb entlang der Küste Location - Kosten: Free
  • Step 5 Golf spielen am Meer Location - Kosten: ca. 10 €
Der wohl kurioseste Golfplatz Neuseelands.
Idylle am Rande der Aoraki Ranges.
Workout gesucht? 250 Stufen sind's bis zum Leuchtturm.
Aber die Aussicht lohnt sich, oder?

Wissenswertes zum Teilen

Auf unserem Roadtrip haben wir natürlich auch einiges gelernt und erfahren. Über uns selbst, aber auch über Land und Leute. Ein paar Besonderheiten wollen wir hiermit an dich weitergeben. Viel Spaß damit!

Abenteuer Allradantrieb

Prima, du hast es bis zum Leuchtturm geschafft? Hier ist noch lange nicht Schluss. Am Ende des Parkplatzes findest du ein Tor, hinter dem sich eine tolle Allradstrecke entlang der Küste befindet. Es geht zwar durch Privatgelände, aber solange du auf der Strecke bleibst, ist die Durchfahrt erlaubt.

Sonnenaufgang

In Ngawi ist die Zeit stehengeblieben. Entspann dich, lass die Seele baumeln und genieß den Sonnenaufgang am Meer. In den Sommerferien wird es hier bisweilen richtig voll, aber sonst hast du teilweise den gesamten Strand für dich allein.

Tierisch, tierisch

Hautnah kannst du am Cape eine der größten Seerobbenkolonien des Landes erleben. Wenn du am Strand oder zwischen den Felsen spazieren gehst, musst du regelrecht aufpassen, nicht aus Versehen auf eines der Tiere zu treten.

Bon Appetit!

Hunger auf was Frisches? Die Gewässer am Cape Palliser sind reich an Fisch und Meersfrüchten. Schau den Einheimischen zu, wenn sie ihren Fang einholen. Oder probier es einfach selbst. Krebse und Paua findest du schon im knietiefen Wasser.

Plitsch, platsch

Wenn du es zu Fuß oder per Auto am Leuchtturm vorbei geschafft hast und der Strecke entlang der Küste folgst, kommst du irgendwann an eine Steinmauer. Von dort ist es nur ein kurzer Weg zu diesem versteckten Wasserfall. Immer ein Abkühlung wert.

Kuckuck

Die Einwohner Ngawis leben vom Fischfang. Es wird gemunkelt, dass es in dem kleinen Ort mehr Bulldozer als Menschen gibt! Jeder Fischkutter hat seinen eigenen Bulldozer, die teilweise aufwendig gestaltet sind und eigene Namen tragen.

Step 3 - Erlebnisse und Angebote

Wir empfehlen, die mindestens zwei bis drei Tage Zeit zu nehmen, und das Cape ausführlich zu erkunden. Pack den Campingstuhl aus oder wirf ein Handtuch an den Strand und lass mal so richtig die Seele baumeln.

Solltest du eher das Leben in der Großstadt bevorzugen und nur mal eben einen kurzen Abstecher an den Südzipfel machen wollen, kannst du bequem von Wellington aus einen Tagesausflug buchen. Hier sind ein paar Angebote.

Wine & Wild Coast

Work and Travel in Neuseeland

Wenn du wenig Zeit, kein eigenes Auto, aber dafür einen etwas volleren Geldbeutel hast, ist diese Tagestour genau das Richtige für dich. Los geht’s in Wellington in Richtung Rimutaka Ranges, eine äußerst malerische Route mitten durch die Berge.

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Neben mehreren Weinverkostungen steht auch ein Kurzbesuch am Cape Palliser inklusive Leuchtturm und Robbenkolonie auf dem Programm. Mittagessen und Abendbrot sind im Preis inbegriffen.

Cape Palliser Tours

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Wenn du mehr auf Outdoor und Abenteuer stehst, lohnt sich eine Wanderung zu Fuß. Los geht’s in Featherston oder Martinborough (von Wellington per Zug erreichbar). Von dort nehmen dich lokale Guides mit auf eine Reise rund um die Bucht.

Mehr dazu
Du besuchst alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Region, hast mehr Zeit für Fotoshootings und kannst die wunderschöne Landschaft in vollen Zügen genießen.

Oft gestellte Fragen

Was andere KiwiQuester so wissen wollten...

User-Frage:
Komme ich auch ohne eigenes Auto ans Cape Palliser?
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Ja, aber nur bedingt. Es gibt kein öffentliches Nahverkehrssystem. Die nächstgröβere Metropole ist die Hauptstadt Wellington. Dort kommst du zwar bequem mit Bus und Flugzeug hin, aber um den südlichsten Zipfel der Nordinsel zu erkunden, brauchst du auf jeden Fall einen fahrbaren Untersatz.

Es gibt einige Anbieter von Tagestouren, die in Wellington starten. Diese sind allerdings verhältnismäßig teuer und folgen einem straffen Zeitplan.

User-Frage:
Darf ich am Cape Palliser campen?
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Leider haben sich die Regeln ums Freedom Camping entlang des gesamten Küstengebiets in den vergangenen Jahren verschärft. Durften wir unseren klapprigen Toyota Hilux Surf 2015 noch überall in Strandnähe abstellen, mussten wir bereits ein Jahr später auf den offiziellen Campingplatz ausweichen.

Hier konnten wir morgens zwar nicht den Sonnenaufgang überm Meer beobachten, aber der Parkplatz war umsonst, und die Aussicht allein war uns keine $200 Strafe wert.

User-Frage:
Woher hat das Cape seinen Namen?
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Captain James Cook, der als erster Europäer in Neuseeland ankam, benannte die Region nach seinem guten Freund, Admiral Sir Hugh Palliser. Viele Orte in Neuseeland haben ihren Namen von Captain Cook bekommen, der auf seinen drei Seereisen einen Groβteil des Landes erkundete und der westlichen Welt zugänglich machte.

KiwiQuest Work and Travel in Neuseeland

Wir wünschen dir ein super Abenteuer!
Welcome to Team KiwiQuest!

Anna & Nils

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