Trampen in Neuseeland: Alle Tipps, Tricks und Gefahren Work and Travel in Neuseeland
Trampen in Neuseeland: Alle Tipps, Tricks und Gefahren Work and Travel in Neuseeland
Tutorial

Trampen in Neuseeland: Alle Tipps, Tricks und Gefahren

Wie trampen in Neuseeland funktioniert und ob das ganze eine gute Idee ist.

Per Anhalter zu reisen ist unter Backpackern sehr beliebt. Als eines der sichersten Reiseländer für Work and Travel scheint Neuseeland wie dafür gemacht.

Wir erklären dir wie Trampen in Neuseeland funktioniert und worauf du dabei unbedingt achten solltest.

Das wichtigste aber gleich vorweg:
Wir wollen dir mit diesem Artikel nicht empfehlen per Anhalter zu fahren. Denn trampen ist immer riskant.

Das muss dir dabei jederzeit klar sein.

Intro

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Unser Tramping Abenteuer...

Wir haben Neuseeland einen Monat lang ausschließlich per Anhalter erkundet und kommen zu dem Schluss: Trampen ist praktisch, gut für die Geldbörse und macht Spaß. Und trotzdem ist es immer mit einem Risiko verbunden.

Die meisten Kiwis die uns mitgenommen haben waren super freundlich und entspannt und wir kamen gut voran. Bis wir dann plötzlich in einem Auto saßen dessen Fahrer entweder high oder ziemlich betrunken war.

Das fühlte sich dann nicht mehr so lustig an.

In diesem Artikel wollen wir alles an dich weitergeben was wir während unseres Tramping-Abenteuers gelernt und erfahren haben.

Hope it helps.
Stay safe.

- Anna & Nils (KiwiQuest)

Step 1 - Vorteile

Wir können schon verstehen warum Trampen in Neuseeland (gerade unter Backpackern) ziemlich beliebt geworden ist: Kostenlos und trotzdem flexibel das Land erkunden klingt eben nach einem besonders guten Deal.

Vorteil 1 - Kostenlos

Als Anhalter bist du komplett kostenlos unterwegs. Trampen ist damit (neben einigen anderen Dingen) eine tolle Möglichkeit um Geld zu sparen und trotzdem Land und Leute kennenzulernen. Super praktisch also.

Vorteil 2 - Flexibel

Als Tramper bist du an keine Abfahrtszeiten gebunden und hast kein Fahrzeug für das du verantwortlich bist. Und trotzdem bleibst du flexibel, denn wenn es dir an einem Ort nicht gefällt: Daumen raus und weiterfahren.

Vorteil 3 - Austausch

Oft macht der kulturelle Austausch Trampen erst so richtig spannend, denn du begleitest Kiwis ein Stück weit auf ihrem Weg. Du kannst dich also auf die unterschiedlichsten Menschen und ihre Geschichten freuen.

Vorteil 4 - Abenteuer

Mal klappt alles nach Plan, mal musst du stundenlang warten. Wie weit du an einem Tag kommst ist unmöglich zu planen. Und du weißt nie wer für dich hält. Diese Ungewissheit macht Trampen zum Abenteuer.

Step 2 - Tipps & Tricks

Fürs Trampen ist Neuseeland wahrscheinlich eines der sichersten und unkompliziertesten Länder. Trotzdem kannst du dich nie darauf verlassen, dass jemand anhält. Um deine Chancen zu erhören, hier ein paar Tipps.

Tipp 1 - Nimm dir Zeit

Wenn du von einer Stadt zur nächsten trampst, nimm dir für den Tag am besten nichts mehr vor. So vermeidest du Stress und Frust, denn du kannst dir beim Trampen nie sicher sein ob dich jemand mitnimmt. Mit einem Zeitpuffer bist du außerdem sicherer unterwegs, da du nicht auf jeden Fahrer angewiesen bist.

Tipp 2 - Verlasse die Stadt

Innerhalb der Stadt zu trampen ist meist keine gute Idee. Der Verkehr ist hektisch und unübersichtlich, so dass es für Autofahrer schwierig ist, anzuhalten. Meist kommst du hier mit dem Bus besser voran. Unser Tipp: Nimm einen Bus zum Stadtrand und stell dich an den Highway.

Tipp 3 - Finde den richtigen Standort

Stell dich dort auf, wo du schon von weitem gut zu sehen bist. Am besten eignet sich eine Stelle am Stadtrand, wo der Verkehr langsam ist. So haben die Autofahrer eine Chance dich zu sehen und ohne Stress anzuhalten. Der Fairness halber sollte auch dein Gepäck sichtbar sein, damit die Fahrer wissen worauf sie sich einlassen.

Tipp 4 - Achte auf einen guten ersten Eindruck

Nimm Augenkontakt zu den Fahrern auf und schenke ihnen ein Lächeln. Das kann beim Trampen Wunder wirken. Achte außerdem darauf einigermaßen gepflegt aufzutreten. Unserer Efrahung nach kommen helle Farben besser an. Hüte, Kapuzen und Sonnenbrillen eher weniger, weil sie den Augenkontakt stören.

Step 3 - Gefahren & Sicherheit

Neuseeland ist ein sehr sicheres Land für Tramper und es kommt extrem selten zu Zwischenfällen. Trotzdem muss dir bewusst sein: Trampen ist immer mit einem Risiko verbunden. Daher hier unsere Safety-Tipps:

Tipp 1 - Hör auf dein Bauchgefühl

Das wichtigste direkt am Anfang: Wenn dir etwas komisch vorkommt, steig nicht ins Auto oder lass dich bei der nächstbesten Gelegenheit absetzen. Hier ist es wichtig, dass du wirklich ehrlich mit dir selbst bist.

Anmerkung:
Überleg dir eine Notfall-Ausrede
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Klar fühlt es sich unangenehm an einem Menschen der evtl. nur freundlich und hilfsbereit sein wollte sagen zu müssen, dass du dich nicht sicher bei ihm fühlst. Trampen ist aber eine der Aktivitäten bei denen diese Form der Ehrlichkeit (auch mit dir selbst) sehr wichtig ist.

Wenn sich also etwas nicht gut anfühlt: Sprich es an!
Selbst wenn sich das unangenehm anfühlt.

Die Notfall-Ausrede fürs Trampen in Neuseeland

Wir hatten beim Trampen immer eine Notfall-Ausrede parat. Wenn einer von uns sich mit etwas wirklich unwohl gefühlt hat, hat er sein Handy gezückt, draufgeguckt und so getan als häte sich zufällig ein Freund von uns gemeldet, der uns mitnehmen kann.

Beispiel:
„Oh hey, I just got a message, that a friend of mine is pretty close and offered to pick us up. Wow! Verry sorry to bother you. Can you drop us off somewhere around here?“

Das hat uns sehr geholfen.

Tipp 2 - Trampe mit einem Partner

Ist wahrscheinlich selbsterklärend: Trampen in Neuseeland ist nochmal deutlich sicherer, wenn du nicht allein am Straßenrand stehst. Wenn du kannst, suche dir einen Freund, der mit dir zusammen den Daumen raushält.

Anmerkung:
Bei mehr als zwei Personen wird's schwierig
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Drei oder mehr Tramper auf einmal kommen übrigens nicht so gut voran. Das ist einfach für viele Autofahrer oft ein Platz-Problem, oder einfach abschreckend. In dem Fall macht es meist Sinn, wenn ihr euch in mehrere 2er-Gruppen aufteilt.

Tipp 3 - Behalte deine Sachen bei dir

Solltest du etwas im Auto deiner Mitfahrgelegenheit vergessen, hast du keine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Nimm deinen Rucksack also auf den Schoß oder behalte zumindest deine Wertsachen eng am Körper.

Anmerkung:
Übernimm Verantwortung für deine Sachen
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Wertsachen eng am Körper zu behalten ist nicht nur beim Trampen in Neuseeland eine gute Idee. Pass bei jeder Reise (egal mit welchem Transportmittel) auf deine Sachen auf.

Wäre doch doof, wenn du früher aussteigst als deine Kamera oder dein Reisetagebuch.

Tipp 4 - Trampe keinesfalls bei Nacht

Auch wenn’s wahrscheinlich klar ist möchten wir es nochmal anmerken: Nachts zu trampen ist keine gute Idee. Mal abgesehen davon, dass deutlich weniger los ist, wirst du kaum gesehen und gehst ein höheres Risiko ein.

Anmerkung:
Die richtige Uhrzeit fürs Trampen
Anmerkung einblenden

In der Hochsaison kannst du in manchen Gegenden auf ziemlich viel Tramping-Konkurrenz treffen. Dort lohnt es sich früh aufzubrechen.

Am besten vor 10 Uhr, denn das ist die Checkout-Time der großen Hostels und damit auch die Uhrzeit ab der die meisten Backpacker wieder auf der Straße sind.

Sonstiges - Alternativen

Als Alternativen zum Tramping in Neuseeland nutzt du entweder einen Hop-On-Hop-Off-Buspass, oder du kaufst (bzw. mietest) dir ein eigenes Auto. Allesamt gute Alternativen, die allerdings etwas Geld kosten.

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Das wars auch schon. Wir wünschen dir viel Spaß beim Trampen in Neuseeland. Vor allem aber, dass du dabei sicher und ohne böse Überraschungen an dein Ziel kommst.

Stay safe!

Oft gestellte Fragen

Was andere KiwiQuester so wissen wollten...

User-Frage:
Ist Neuseeland ein guter Ort um zu trampen?
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Absolut! Neuseeländer sind dafür bekannt, besonders offen und freundlich zu sein. Die Kiwis helfen oft wirklich gerne und sind neugierig auf deine Geschichte.

Außerdem hat das Trampen in Neuseeland als Backpacker-Land eine gewisse Tradition und ist (im Gegensatz zu vielen anderen Ländern) erlaubt.

User-Frage:
Was mache ich wenn ich mich nicht sicher fühle?
Antwort einblenden

Habe Mut und sei ehrlich mit dir selbst. Und wenn du dich nicht traust etwas anszusprechn überleg dir vorher schon eine Notfall-Ausrede.

Zücke zum Beispiel dein Handy, schaue kurz drauf und sage folgendes:
„Oh hey, I just got a message, that a friend of mine is pretty close and offered to pick me up. Wow! Verry sorry to bother you. Can you drop me off somewhere around here?“

Und für absolute Notfälle:
Die Durchwahl der Neuseeländischen Polizei ist die 111.

KiwiQuest Work and Travel in Neuseeland

Wir wünschen dir ein super Abenteuer!
Welcome to Team KiwiQuest!

Anna & Nils

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