Work and Travel in Neuseeland
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Pure wilderness – letzte intensive Reiseerfahrungen in Neuseeland

Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt: Unsere Neuseelandreise ist fast abgeschlossen. Also… nein, Mama, wir kommen nicht früher als geplant nach Hause. Nur die „Reisezeit“ ist vorbei.

Jetzt sind wir wieder sesshaft geworden und arbeiten noch mal ein bisschen. Umso schöner ist es, in den Erinnerungen an unsere letzten Wochen auf Achse zu schwelgen:

Von Bluff aus machten wir uns auf den Weg in den Catlins Conservation Park. Diese wunderschöne Küstenregion ganz im Süden Neuseelands ist geprägt von Einsamkeit, dichtem Regenwald und dem wilden Ozean.

Besonders spannend ist, dass man hier Wildtieren sehr nahe kommen kann, ohne an teuren „Wildlife Touren“ teilzunehmen.

Und so stürzten wir uns wild entschlossen ins Getümmel. Den ersten Versuch starteten wir in der Curio Bucht, wo es (angeblich) eine Delfinkolonie gibt. Ein Freund hatte uns erzählt, dass man hier mit den Delfinen schwimmen kann, wenn man sie anlockt.

Bei 10° Luft- und gefühlten 2° Wassertemperatur versuchten wir verzweifelt, das Interesse der Delfine zu wecken. Scheinbar war unser Gesang und Geklopfe wohl eher abstoßend als anziehend. Gut, dass niemand uns vom Strand aus beobachtete, es muss ziemlich lächerlich ausgesehen haben…

Nach wenigen Minuten mussten wir leider aufgeben, denn Erfrieren ist kein schöner Tod.

Huhu! Nur eine Robbe am Strand…

Als nächstes wollten wir dann die Yellow-eyed Penguins sehen. Am wunderschönen, wilden Cape Nugget Point warteten wir zwei Stunden lang in der Dämmerung auf die Pinguine. Abends kommt die Kolonie vom Fischen zurück – aber wohl nicht an diesem Abend. Wieder hatten wir Pech! Dabei waren wir so geduldig…

Was die Wildtierbeobachtung betrifft, waren wir also ziemlich unerfolgreich in den Catlins. Die Landschaft mit Leuchttürmen und Wasserfällen haben wir aber trotzdem sehr genossen.

Der Leuchtturm am Nugget Point

Berty bretterte dann mit uns nach Dunedin. Hier hatten wir eine Verabredung mit Erin und Grace, die wir bei unserer Wanderung auf der Coromandel Peninsula kennengelernt hatten. Die beiden studieren in Dunedin und wir alle genossem es sehr, einander wiederzusehen. Es gab sooo viel zu erzählen! In den zwei Monaten, die seit unserer gemeinsamen Wanderung vergangenen waren, haben wir das halbe Land bereist und die beiden ein Medizinstudium begonnen. Welch ein schöner Nachmittag!

Dunedin selbst hat aber auch jede Menge zu bieten. Wir empfehlen besonders den Tunnel Beach, Baldwin Street (die steilste Wohnstraße der Welt) und die Otago Peninsula. Hier besuchten wir die einzige Albatrosskolonie auf dem neuseeländischen Festland. Crazy, sind die groß! Deren Kopf ist größer als der eines Menschen und die Flügelspannweite ist über 3 Meter! Das ist schon beeindruckend, wenn einem dann gleich 10 von den Riesen über den Kopf fliegen.

Dieses Gefühl, endlich mal die Größere zu sein :D

Nach Dunedin führte unser Weg nach Moeraki, wo wir endlich unsere Yellow-eyed Penguins zu Gesicht bekamen. Am Katiki Point ist eine Schutzstelle und man kommt sehr nah an sie heran. Glücklicherweise trafen wir eine der freiwilligen Mitarbeiterinnen, die uns viel über die Pinguine erzählte und ihr Fernglas auslieh.

Tja, warum sind die berühmten Moeraki Bolders so rund? 

Nachmittags kauften wir in Oamaru dann auch gleich unser eigenes Fernglas und machten uns auf den Weg zu einem weiteren Strand, wo abends die Pinguine aus dem Wasser kommen. Und dieses Mal hatten wir Glück! Gegen acht Uhr kamen nach und nach 7 Pinguine an Land. Welch ein Spektakel!

Blick durch unser Fernglas: Gleich drei auf einmal!

Nach so viel Meer und Mehr ging es wieder in die Berge. Von Oamaru aus fuhren wir landeinwärts zu Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Den durften wir natürlich nicht auslassen und unser Umweg durchs Inland hat sich auf jeden Fall gelohnt!

In der wunderschönen, kargen Bergregion um Mount Cook unternahmen wir verschiedene Wanderungen. Die schönste war der Mueller Hut Track. Zunächst mussten wir grauenvolle 2000 Stufen erklimmen, und Jannik musste eine Stunde lang mein Genörgel ertragen.

Aber dann wurde der Weg schöner und die Aussicht belohnte alle Qualen. Und außerdem ließ sich auch ein Kea blicken!

Auch für den perfekten Blick auf Mount Cook war das Fernglas nützlich

Sehr zufrieden mit unseren Erlebnissen fuhren wir zum Tekapo See, der auch hoch in den Alpen liegt. Wir erklommen Mount John, wo sich wunderschöne Panorama-Ausblicke über den See boten.

Mount John: ein letzter Blick auf die Southern Alps

Zurück an der Küste besuchten wir dann Timaru, wo es eine Kolonie der Little Blue Penguins gibt. Dies ist die kleinste Pinguin-Art der Welt, die Tiere werden nur super süße 25 cm groß!

Und unser Pinguin-Glück war wieder richtig großzügig mit uns: 2 Minuten nach unserer Ankunft kam der erste angeschwommen!

Nach diesem schönen Abend mussten wir aber der Wahrheit ins Auge schauen: nichts lag mehr zwischen uns und Christchurch außer einigen Highway-Kilometern und langweiligen Kleinstädten. Und vor uns lag wieder jede Menge Arbeitsalltag.

In Christchurch couchsurften wir drei Nächte und nutzen die Zeit, um Jobs und eine WG finden.

Jetzt liegt schon die erste Arbeitswoche hinter uns.

Der Alltag fällt uns beiden schwer, deutlich schwerer als damals in Tauranga. Ich denke, das liegt daran, dass wir nun das Reiseleben kennen und wissen, wie viel besser man seinen Tag verbringen kann als in einer Recycling Firma oder auf der Baustelle.

Aber wir wissen auch wofür wir schuften: Am 20. Mai fliegen wir für drei Wochen nach Fiji und anschließend nach Australien. Und so versüßt uns die Vorfreude den Alltag :)

Wir berichten dann bald, was wir hier in Christchurch unternehmen und ob wir es schaffen, unser Auto zu verkaufen. Bis dahin alles Liebe und Grüße nachhause,

Vera

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Hallooo! Wir, Jannik und Vera, sind frische 18 Jahre jung und am 2.9.2017 in unser Work&Travel-Jahr gestartet. Hier werden wir euch berichten, wo es uns in Neuseeland hintreibt, was wir erleben und was uns beschäftigt. Wir freuen uns sehr, Erfahrungen und Momente mit euch teilen zu dürfen und hoffen, die Vorfreude auf euer eigenes Abenteuer zu steigern. Viel Spaß beim Lesen!

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  1. Anna & Nils (KiwiQuest) schrieb am 9. April 2018

    Awww! Das Foto von euch beiden :-)

    Total schöner Artikel. Wir haben ihn hier im KiwiQuest-Hauptquartier alle zusammen gelesen. Mit Kaffee. Und Keksen. :D

    Viel, viel Spaß in Fiji!

    Liebe Grüße,
    Nils und da legendary KiwiQuest-Crew

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