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Geld für Neuseeland: Wie viel brauchst du?

Wie viel Geld brauchst du für einen Jahr Work and Travel in Neuseeland? Wir verraten dir, wie wir gerechnet haben und ob es gereicht hat!

Auf einen Blick:

  • 4000 Euro pro Person
  • Größte Kosten: Flug & Auto
  • Tipps zum Sparen

Ohne ein bisschen „Startkapital“ lässt sich Work and Travel kaum realisieren. Durch cleveres Verhandeln oder ein paar raffinierte Tricks zum Sparen ist es zwar möglich mit relativ wenig Geld auszukommen, ganz ohne geht’s aber trotzdem nicht. Gerade bei der Vorbereitung ist etwas Planung notwendig.

Wie viel Geld du zunächst brauchst, hängt stark davon ab, wie du dir deine Reise vorstellst. Willst du mit dem Bus reisen oder deinen eigenen Van kaufen? Willst du direkt oder mit Zwischenstopps nach Neuseeland fliegen? Unsere Kostenaufstellung soll dir eine erste Idee geben, mit welchen Kosten du rechnen solltest. Also los!

Wie haben wir gerechnet?

Eine Work-and-Travel-Reise ist wie ein Mensch: Jede ist anders. Deine Reise wirst du wahrscheinlich etwas anders planen als wir. Und mit Sicherheit wird deine Reise auch etwas anders verlaufen. Los geht es aber immer mit der Reiseroute.

Unsere Flüge

Die Flugtickets für unsere Reise nach Neuseeland haben jeweils 1500 Euro gekostet. Unsere Route sah dabei so aus:

  1. Ein Zwischenstopp in Japan (Erste Woche)
  2. Unser Aufenthalt in Neuseeland (Knapp ein Jahr)
  3. Ein Zwischenstopp in San Francisco (Letzte Woche)
Kiwi Airpass Rundflug

Die Kosten unserer Flüge nach Neuseeland mit einwöchigen Zwischenstopps

Unser Plan

Für unsere Reise hat jeder von uns 5000 Euro angespart, denn wir rechneten mit den folgenden Ausgaben:

  1. Unsere Flugtickets
    1500 € Ein Open-Return-Ticket für Neuseeland mit einwöchigen Zwischenstopps
  2. Eine Woche in Japan
    500 € Unterkunft, Verpflegung & Ausflüge
  3. Eine Woche in San Francisco
    500 € Unterkunft, Verpflegung & Ausflüge
  4. Ausgaben in Neuseeland
    2500 € Lebenshaltungskosten zu Beginn der Reise, Autokauf und Notfallreserve
Reiseroute2

Ausgaben in Neuseeland und während der einwöchigen Zwischenstopps

Willst du einfach nur nach Neuseeland, ohne längere Zwischenstopps, sollten also 4000 Euro reichen. Damit bleiben dir für Neuseeland noch 2500 Euro.

Reichen 2500 Euro für ein Jahr Neuseeland?

Kann man denn ein ganzes Jahr von nur 2500 Euro leben? Leider nein. Diese Summe ist aber ausreichend für den Start ins Abenteuer. Geht dein „Startkapital“ zur Neige, wird es langsam Zeit dir einen Job zu suchen. Die 2500 Euro sollen es dir aber ermöglichen Fuß zu fassen, ein bisschen das Land zu erkunden und erste Kontakte zu knüpfen. Es lohnt sich, einen Teil davon als Notgroschen zu behalten.

Unsere Ausgaben

Vor Neuseeland

  1. Internationaler Führerschein
    15 € Zum Autofahren benötigen Deutsche in Neuseeland einen internationalen Führerschein. Wir gingen mit 15 Euro, einem biometrischen Passbild, dem deutschen Führerschein im Kartenformat und dem Personalausweis zu unserer Führerscheinstelle und bekamen sofort den internationalen Führerschein ausgestellt.

    Den Internationalen Führerschein bekommst du übrigens auch, wenn du noch in der Probezeit bist! Danke an Paula für diese Info!!!

  2. Neuer Reisepass
    71 € Ohne einen gültigen Reisepass kommst du nicht weit. Mehr Informationen gibt’s im Bereich Vorbereitung: Reisepass. Wichtig: Dein Reisepass muss bis drei Monate nach deiner Rückreise gültig sein.
  3. Visum
    102 € Bearbeitungsgebühren für das Working Holiday Visum. Es berechtigt dich zu einem 12-monatigen Aufenthalt in Neuseeland und ist gleichzeitig deine Arbeitserlaubnis. Mehr Informationen zur Beantragung gibt’s im Bereich Vorbereitung: Visum.
  4. Krankenversicherung
    348 € Wir haben die Auslandskrankenversicherung für 12 Monate im Voraus bezahlt. Für unsere Reise haben wir das Angebot der Axa genutzt, empfehlen zur Zeit aber aufgrund des breiteren Leistungsspektrums die Hanse Merkur.
  5. Flugtickets
    1500 € Ziemlich viel Geld. Es waren allerdings zwei einwöchige Zwischenstopps und zwei Nächte im Hotel inklusive. Mehr Informationen gibt’s im Bereich Vorbereitung: Flugtickets.

Zwischenstopps

  1. Zwischenstopp: Japan & San Francisco
    1000 € Für unsere einwöchigen Zwischenstopps in Japan und den USA haben wir jeweils 500 Euro für Unterkunft und Verpflegung eingeplant. In Japan waren wie in diesem wunderschönen Hostel und in San Francisco haben wir über Airbnb eine Bleibe gefunden.

In Neuseeland

  1. Erste Woche
    500 € Übernachtungen in Hostels und Verpflegung in Neuseeland. Mittlerweile kennen wir günstigere Alternativen.
  2. Eigener Van / Eigenes Auto
    1100 € Kostenloses Wohnen, Schlafen und Mobilität in einem. Unserer Meinung nach ist der Autokauf eine gute Investition. Unser Notgroschen ging zwar für Reparaturen drauf, aber durch Verhandeln konnten wir den Van für gutes Geld wieder verkaufen.
  3. Autohaftpflicht
    85 € Der neuseeländische ADAC (nennt sich hier AA) bietet eine Haftpflichtversicherung für 85 Euro an. Die ist ein ganzes Jahr gültig. So können wir wesentlich entspannter durch das Land düsen.

Jepp, das waren unsere Ausgaben.

Wie du für deine Reise sparst

  1. Koch dein Essen selbst

    Klar, im Restaurant zu essen oder das Frühstück schnell beim Bäcker zu kaufen ist verlockend. Man denke nur an die köstlichen Schoko-Crossaints und den frisch gebrühten Kaffee. Kommt dir das bekannt vor? Dann kannst du hier wunderbar für deine Reise sparen.

    Statt für 30 ,- Euro beim Griechen zu essen kochst du dir dein Abendessen selbst. Statt der täglichen belegten Brötchen vom Bäcker schmierst du dir morgens selbst dein Brot. Nicht jeder von uns ist ein Meisterkoch, aber wenn du dir von Seiten wie Chefkoch.de helfen lässt macht das ganze eine Menge Spaß. Und du lernst nebenbei auch noch kochen, ist doch perfekt!

  2. Spar dir den „Kaffee“

    Womit wir nochmals beim Kaffee wären. Kleine Ausgaben sind die beste Möglichkeit unbemerkt jede Menge Geld loszuwerden. Die meisten von uns haben kein Problem damit 1,50 Euro für einen Kaffee zu bezahlen. Oder 2,50 Euro für eine Packung Kekse. Macht man das aber regelmäßig kommt dabei verdammt viel Geld zusammen.

    Kaufst du dir einen Monat lang jeden Tag den gerade erwähnten Kaffee sind das schon 45 Euro. Davon könntest du in Neuseeland schon ein paar Nächte in einem Hostel verbringen. Von den Keksen wollen wir hier also garnicht erst anfangen. Wenn du nicht sicher bist wo sich diese kleinen Ausgaben in deinem Alltag verstecken, dann schreib einfach eine Woche lang alle Ausgaben in ein kleines Buch. Das kann ein wahrer Augenöffner sein.

  3. Vermiete deine Wohnung

    Du wohnst in deiner eigenen kleinen Wohnung und möchtest nach deiner Reise gern weiter dort wohnen? Dann ist dir wahrscheinlich schon der Gedanke gekommen für deine Zeit in Neuseeland einen Untermieter zu suchen. Guter Plan. Die Miete wird bezahlt und trotzdem ist dir die Wohnung sicher. Warum setzt du diesen Plan aber nicht schon ein halbes Jahr früher in die Tat um?

    Frag deine Eltern, ob du vor deiner Reise bei ihnen wohnen darfst, wenn du dein Essen und die Nebenkosten selbst zahlst. Erkläre die Situation und rechne vor, was du dadurch sparen kannst. Hast du zum Beispiel bisher 300,- Euro Kaltmiete im Monat bezahlt, kommen in einem halben Jahr ganze 1800,- Euro zusammen. Davon könntest du locker deinen kompletten Flug bezahlen und noch einige Wochen in Neuseeland leben.

  4. Weniger Party & Alkohol

    Es ist mal wieder Samstag, also auf geht’s in die Clubs! Nur 5 Euro Eintritt, also ist’s ein günstiger Abend, oder? Klar, wenn man nur den Eintritt bezahlt. Nicht aber wenn man die Ausgaben für Getränke und sonstigen Schnickschnack dazu rechnet. Es ist zwar nicht jedermanns Sache, aber wenn du eine Zeit lang komplett auf die Club & Party-Szene verzichten kannst wird dein Bankkonto sich schnell bei dir bedanken.

  5. Verkauf dein Auto

    Der Autokosten-Rechner des ADAC verrät: Ein eigenes Auto kostet mit Versicherung, Reparaturkosten, Steuern und so weiter locker über 200 Euro im Monat. Der Clou daran: Die Benzinkosten kommen noch oben drauf. Kannst du auf dein Auto verzichten und stattdessen Fahrrad oder den Bus nutzen würden wir dir auf jeden Fall dazu raten.

    Wenn du den eigenen Wagen nicht ganz aufgeben möchtest, dann schau dir nachbarschaftsauto.de genauer an. Das Video erklärt dir wie es geht. Im Grunde stellst du dein Auto zum ausleihen zur Verfügung. Den Preis dafür (pro Stunde, Tag oder Woche) legst du selbst fest. So hilft dein Auto eifrig mit beim Geld verdienen.

  6. Frag Freunde & Verwandte

    Es schadet auch nicht Verwandte & Bekannte mit einzubeziehen. Grundsätzlich ist deine Reise ja eine Investition in deine Entwicklung. Du wirst vielleicht überrascht sein, wie viele Menschen dich sogar sehr gern dabei unterstützen, wenn du ihnen von deinen Plänen und Träumen erzählst.

  7. Geh Arbeiten

    Darauf bist du wahrscheinlich selbst schon gekommen. Wer weder sparen, noch auf Unterstützung zählen möchte, dem bleibt nur eins: Arbeiten. Du wirst dich wundern, wie viel Geld du verdienen kannst, indem du deine Fähigkeiten und Begabungen nutzt. Im besten Fall findest du einen kleinen Job, aus dem du später sogar mehr machen kannst.

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Wir sind Anna und Nils. Zwei Neuseeland-Backpacker aus Deutschland. Vielen Dank fürs lesen. Wir hoffen der Artikel hat dir geholfen und unterstützt dich auf deiner Reise! Wenn du Fragen hast meld dich einfach. Wir unterstützen dich gerne :-)

Anna & Nils (KiwiQuest)

Work and Travel in Neuseeland - Anna und Nils

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  1. Rick schrieb am 3. April 2013

    Wow ich habe zwar so etwas nicht vor aber es ist trotzdem einmal gut zu hören was es doch kostet sowas .
    Habt ihr gut aufgeschlüsselt hier :)

    • Anna & Nils schrieb am 4. April 2013
      Profilbild

      Hey Rick, danke für’s positive Feedback!
      Und wer weiß, vielleicht verschlägt es dich ja doch nochmal nach Neuseeland! :D

      • Bäumler Daniel schrieb am 22. November 2013

        Hallo Anna und Nils würde mich über einen anderen kontakt mit euch freuen außer Facebook vllt. über skype oder so rückantwort wäre nett

        • Anna & Nils schrieb am 8. März 2015
          Profilbild

          Hey Daniel,
          du hast eine Email :-)
          Leider schaffen wir es (neben Job und Familie) zeitlich einfach nicht mit euch allen zu Skypen. Wir geben aber unser bestes, immer eifrig alle Emails zu beantworten. :-)

  2. Mela schrieb am 12. Januar 2014

    Hallo ihr beiden,

    ich finde es total toll, dass ihr so eine informative Website erstellt habt und auf alle möglichen Aspekte, Probleme etc eingeht! Ich lese und lese und lese… :)
    Doch habe ich auch eine Frage, wie sieht es wetter- und temperaturentechnisch in NZ aus? Würde nämlich gerne von Mai -August 2015 in NZ rumreisen und nebenbei auch ein bisschen arbeiten. Schneit oder regnet es zu der Zeit überall oder doch nur in wenigen Regionen? Und wie warm wird es im neuseeländischen Winter ungefähr?

    Liebe Grüße, Mela

    • Anna & Nils schrieb am 12. Januar 2014
      Profilbild

      Danke Mela für die netten Worte! :-)))
      Ich habe dir gerade eine Mail geschrieben.

      Für alle anderen, die die Frage noch interessiert: Von Mai – August ist in Neuseeland eher Winter. Hier gibts mehr Infos dazu unter:
      http://www.experiencenz.com/climate.cfm

  3. Jannik und Charlotte schrieb am 30. April 2014

    Hallo Anna und Nils,
    Wir finden eure Seite wirklich sehr hilfreich und werden selbst im Juni nach NZ aufbrechen. Im Moment informieren wir uns über einen Autokauf und haben auch schon eines im Blick, da stellt sich nur noch die Frage nach der Autohaftpflicht-Versicherung. Beim AA haben wir nur eine „Third-Party-Insurance“ für 515 nzd im Jahr gefunden und wir fragen uns, wie ihr auf nur 85€ gekommen seid. Über Tipps würden wir uns sehr freuen :)
    Liebe Grüße

  4. vaney schrieb am 19. Mai 2014

    Eure Webseite ist wirklich hilfreich. Ich flieg zwar erst in drei Jahren nach Neuseeland aber Informationen kann man nicht früh genug sammeln = )

  5. Max schrieb am 8. Oktober 2014

    Hallo ihr 2,

    erstmal ist es eine klasse Website und ich hab eine Menge gelernt.
    Außerdem habe ich noch einen Tipp fürs Geld sparen:
    Einfach ein Sparschwein aufstellen, und das ganze Kleingeld, das man bei Einkäufen zwangsläufig zurückbekommt dort reinschmeißen. Über einen längeren Zeitraum sammelt sich da einiges an, das man sonst nur irgendwo ausgeben würde.

    MfG
    Max

  6. Anonymous schrieb am 24. Juli 2015

    Super geschrieben und beschrieben.

  7. Anonymous schrieb am 7. Januar 2017

    Na danke für den Link mein Freund, wenn mal wieder Bier brauchst, weist ja wo du mich findest. Tolle Seite und was für ein Zufall ;)

  8. louisipisi schrieb am 23. November 2017
    Profilbild

    Ein kleiner Tipp für alle, die (wie ich) den Aufenthalt in Neuseeland zwischen Schule und Studium/Ausbildung planen:
    Wenn man sich für einen Studienplatz bewirbt und eine Absage bekommt, wird das Kindergeld für ein Jahr lang weiter ausgezahlt. Ich habe mich für Psychologie in meiner Heimatstadt beworben, was mit meinem Abischnitt ziemlich unrealistisch war, dementsprechend wurde ich nicht genommen und konnte somit begründen, dass ich auf einen Ausbildungsplatz warte (Ich musste zusätzlich noch nachweisen, dass keiner der mich betreffenden Studiengänge zum Sommersemester startet) und deshalb Anspruch auf Kindergeld habe. Zusätzlich habe ich überlegt, Pferdewirtschaft/-wissenschaft zu studieren, wofür man ein Praktikum braucht, und zumindest für die erste Zeit in Neuseeland habe ich einen festen Platz, der als solches angesehen wird, aber soweit ich weiß bekommt man auch ohne so ein Praktikum weiter Kindergeld.
    Das ganze war zwar ziemlich viel hin und her mit der Familienkasse, aber für 192€ im Monat (die auch rückwirkend für August-November ausgezahlt wurden) lohnt sich das definitiv! :)

    • Anna & Nils (KiwiQuest) schrieb am 2. Dezember 2017
      Profilbild

      Hi Louisa,

      wow, danke für den tollen Tipp! Sehr cool! :-)