Storybook

When nothing is sure everything is possible – our roadtrip through the Northland

In den vergangenen anderthalb Wochen ist so viel passiert, dass es sich kaum in einem überschaubaren Blog-Entry zusammen fassen lässt. Denn nach unserem Waiheke-Trip ging plötzlich alles ganz schnell: am Tag nach unserer Rückkehr in unser geliebtes Hostel entschieden wir uns, einen Nissan Camino von einem Händler zu kaufen. 

Überglücklich Auckland dauerhaft hinter uns lassen zu können, verließen wir die Stadt fast fluchtartig. Die einzige Verzögerung bildete ein kurzes Powershopping auf der Suche nach Camping-Equipment und der günstigsten Nudelsoße im Glas.

Die schönsten Erlebnisse unterwegs

Wir hatten zwar einen groben Plan von unserer Route und den Must-Sees, aber ziemlich schnell wurde uns bewusst, dass die besten Dinge einfach so passieren. 

Zum Beispiel wollten wir am ersten Tag unseres Trips einen ganz netten, aber etwas langweiligen Fischerhafen schon wieder verlassen, als uns eine Frau ansprach: But guys, didn’t you see the dolphins? 

Am nächsten Tag waren wir schon wieder auf dem Rückweg aus einer großen Tropfsteinhöhle hinaus, als uns zwei andere Wanderer mit in einen verborgenen Raum voller Glühwürmchen nahmen. Wände und Decke sahen aus wie ein wunderschöner (und beeindruckend heller!) Sternenhimmel. Leider ließ sich dieses Erlebnis aber nicht auf einem Foto festhalten…

An einem verregneten Abend trafen wir andere Traveller auf einem einfachen Campingplatz in Whangarei. Sie luden uns spontan ein, am nächsten Morgen mit auf eine Maori-Tour zu kommen. Mervyn und Rangimarie wollen sich selbstständig machen und Touristen ihre Kultur, Sprache und Mythen näher bringen. Völlig kostenlos, aber mit der Bitte um Feedback, fuhren sie uns mit ihrem Bulli zu bedeutenden und sagenumwobenen Orten. Sie fesselten uns mit ihren Geschichten und beantworteten geduldig jede Frage. 

Neben unglaublich schöner Natur, riesigen Kauris und Sanddünen-Surfing werden uns vor allem diese Momente in Erinnerung bleiben. In dieser Woche haben wir uns wohl in das Gefühl verliebt, dass man morgens einfach losfahren kann und abends irgendwo anders glücklich einschläft.

– Vera

Und hier noch ein paar Eindrücke: 

Auf einen Blick
Lesen
Zwischen Kauris im Paradies Waiheke

Da wir die letzte Zeit sehr beschäftigt waren, kommt unser zweiter Bericht über Waiheke leider erst sehr spät. Ich hoffe, ihr seht es uns nach und habt Spaß beim Lesen :)

So kam es also, dass wir nach der ersten Woche ohne Auto dastanden. Dafür ergab sich spontan die Möglichkeit, dem Stadtdschungel Auckland zu entfliehen. Über Couchsurfing hatte Vera Perrin aus Surfdale auf der Waiheke Island kennengelernt, der uns gerne für ein paar Tage bei sich aufnahm. Also Rucksack gepackt und los geht’s!


Die Ankunft am Hafen Waihekes war wie eine Befreiung. Die Sterne funkelten am Himmel und die Umgebung war völlig ruhig. Am Strand entdeckten wir einen einsamen Babypinguin bei der Futtersuche.

Perrin lud uns zum Abendessen in das Restaurant seiner Mutter ein. Danach fuhren wir zu seiner Wohnung. Er hatte uns schon vorgewarnt, dass wir in seiner Küche schlafen müssten.

 Diese glich einer Baustelle. Die Wände waren frisch gestrichen, überall stand Baumaterial herum und das Fundament aus Beton war noch nicht belegt. Aber macht nichts, der Host ist super nett und Waiheke ein Paradies!

Waihekes fantastische Natur

Die Insel galt es nun genauer zu erkunden. Also Wanderschuhe an und rein in den Regenwald. Hier waren wir umgeben von Palmen, plätschernden Bächern und Vogelgezwitscher.


Außerdem entdeckten wir unsere ersten Kauri Trees – diese bedrohten Bäume können unglaublich groß werden und wachsen ausschließlich in Neuseeland. Unser Walking Track endete an einem wunderschönen, einsamen Strand, an dem wir den Sonnenuntergang genießen konnten.


Der Abschied von Waiheke war ein schmerzlicher. Diese magische Insel werden wir nicht vergessen!

-Jannik

Auf einen Blick
Lesen
It’s all about the people – our first week in Auckland

Da standen wir nun am Flughafen Auckland und uns wurde so langsam klar, dass wir jetzt tatsächlich angekommen sind. Auch wenn wir immer ganz selbstverständlich von unseren Reiseplänen erzählt haben, ist es doch etwas anderes, sie wirklich umzusetzen.

Die erste Ernüchterung drückt unsere Stimmung, als mein Rucksack nicht auf dem Gepäckband auftaucht. Aber 100 Dollar und die ersten netten Gespräche im Hostel entschädigen uns.

Überhaupt sind wir immer wieder beeindruckt von der Freundlichkeit aller Menschen um uns herum. Sei es im Hostel, wo Bier und Wraps geteilt werden oder auf der Straße, wo wir beim Hitchhiking unglaublich hilfsbereite Menschen kennenlernen.

So etwa wurden wir nach langem Warten von einem jungen Maori aufgesammelt, der kurz zuhause seine Sachen abgelegt hatte und dann extra zurück fuhr, um uns zu unserem Zielort zu bringen.

Ein eigenes Auto

In der ersten Woche hatten wir eigentlich vor allem eine Mission: ein Auto kaufen.
Das stellte sich aber als ziemlich schwierig heraus. 

Da war zum Beispiel ein gut aussehender Honda Odyssey, den wir auf Facebook entdeckt hatten. “Nur” 16 Jahre alt und WoF – also TÜV- bis nächsten Mai; das war einen Versuch wert.

Der Besitzer Willie wollte um halb vier vorbeikommen. Als pflichtbewusste Deutsche standen wir ab viertel nach drei vor der Hosteltür. Um vier schrieben wir Willie. Er war beim Arzt. Okay…

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um sieben, was schon echt hart war, wenn man bedenkt, dass jeden Abend bis eins im Hostel zusammengesessen und geredet wird. Aber was tut man nicht alles für ein Auto?

Um acht standen wir wieder vor dem Hostel. Um neun kein Willie. Und noch nicht mal eine Antwort auf unsere SMS. Nachmittags meldete er sich plötzlich doch bei uns: Er sei ganz in der Nähe unseres Hostels und könne sofort vorbeikommen.

Nach anderthalb Stunden in der Kälte kam tatsächlich Willie um die Ecke. In einer Schrottkarre. Vorne musste der Odyssey offensichtlich einen heftigen Auffahrunfall gehabt haben. Im Motorraum war alles rostig. Außerdem stellten wir fest, dass der WoF doch nur bis Dezember gültig ist, also ganze sechs Monate weniger als behauptet. Als wir Willie darauf ansprachen, war er nur verwundert und meinte, er habe sich vertippt.

Kann ja mal passieren…

Naja, das war wohl nichts.

Abgesehen von unserer erfolglosen Suche nach einem Auto hatten wir aber eine sehr schöne erste Woche in Neuseeland.

– Vera



Auf einen Blick
Lesen
Der geheime Wasserfall in Neuseeland

Eine kurze Erinnerung an unsere Suche nach dem geheimen Wasserfall in Neuseeland. Und eine kleine Nachricht an alle die gerade auf Reisen sind. Wir verneigen uns vor eurem Mut.

Auf einen Blick
Lesen
Der geheime Wasserfall in Neuseeland
  • Unser Weg zum Wasserfall
  • Reisen sind Lehrmeister
  • Wir verneigen uns vor deinem Mut
Zurück
Lesen