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It’s all about the people – our first week in Auckland

Da standen wir nun am Flughafen Auckland und uns wurde so langsam klar, dass wir jetzt tatsächlich angekommen sind. Auch wenn wir immer ganz selbstverständlich von unseren Reiseplänen erzählt haben, ist es doch etwas anderes, sie wirklich umzusetzen.

Die erste Ernüchterung drückt unsere Stimmung, als mein Rucksack nicht auf dem Gepäckband auftaucht. Aber 100 Dollar und die ersten netten Gespräche im Hostel entschädigen uns.

Überhaupt sind wir immer wieder beeindruckt von der Freundlichkeit aller Menschen um uns herum. Sei es im Hostel, wo Bier und Wraps geteilt werden oder auf der Straße, wo wir beim Hitchhiking unglaublich hilfsbereite Menschen kennenlernen.

So etwa wurden wir nach langem Warten von einem jungen Maori aufgesammelt, der kurz zuhause seine Sachen abgelegt hatte und dann extra zurück fuhr, um uns zu unserem Zielort zu bringen.

Ein eigenes Auto

In der ersten Woche hatten wir eigentlich vor allem eine Mission: ein Auto kaufen.
Das stellte sich aber als ziemlich schwierig heraus. 

Da war zum Beispiel ein gut aussehender Honda Odyssey, den wir auf Facebook entdeckt hatten. “Nur” 16 Jahre alt und WoF – also TÜV- bis nächsten Mai; das war einen Versuch wert.

Der Besitzer Willie wollte um halb vier vorbeikommen. Als pflichtbewusste Deutsche standen wir ab viertel nach drei vor der Hosteltür. Um vier schrieben wir Willie. Er war beim Arzt. Okay…

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um sieben, was schon echt hart war, wenn man bedenkt, dass jeden Abend bis eins im Hostel zusammengesessen und geredet wird. Aber was tut man nicht alles für ein Auto?

Um acht standen wir wieder vor dem Hostel. Um neun kein Willie. Und noch nicht mal eine Antwort auf unsere SMS. Nachmittags meldete er sich plötzlich doch bei uns: Er sei ganz in der Nähe unseres Hostels und könne sofort vorbeikommen.

Nach anderthalb Stunden in der Kälte kam tatsächlich Willie um die Ecke. In einer Schrottkarre. Vorne musste der Odyssey offensichtlich einen heftigen Auffahrunfall gehabt haben. Im Motorraum war alles rostig. Außerdem stellten wir fest, dass der WoF doch nur bis Dezember gültig ist, also ganze sechs Monate weniger als behauptet. Als wir Willie darauf ansprachen, war er nur verwundert und meinte, er habe sich vertippt.

Kann ja mal passieren…

Naja, das war wohl nichts.

Abgesehen von unserer erfolglosen Suche nach einem Auto hatten wir aber eine sehr schöne erste Woche in Neuseeland.

– Vera



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